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Die 8 goldenen Regeln der Blutdruckmessung

REGEL 1- MESSEN SIE IMMER UNTER GLEICHEN BEDINGUNGEN UND DOKUMENTIEREN SIE IHRE WERTE

Messen Sie stets zur gleichen Uhrzeit und unter den möglichst gleichen Bedingungen. Am besten zwischen 6-9 Uhr morgens und zwischen 18-21 Uhr abends. Diese Werte sollten Sie täglich in einem Blutdruckpass festhalten. Über einen längeren Zeitraum dokumentiert, erhalten Sie so eine verlässliche Aussage. Verlassen Sie sich niemals auf einzelne, stichprobenartige Messungen. Mehrfachmessungen direkt hintereinander (mit dem gleichen oder unterschiedlichen Geräten) oder über den Tag verteilt (wo mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer eine andere physische Konstitution vorliegt) können nicht miteinander verglichen werden! Generell ist der Blutdruck keine konstante, unveränderte Größe. Blutdruckschwankungen bis zu 100mal am Tag sowie zwischen einzelnen Messungen innerhalb weniger Minuten von 10-20 mmHG sind durchaus üblich.

REGEL 2 - VERZICHTEN SIE AUF ESSEN, NIKOTIN & CO. UND DOKUMENTIEREN SIE IHRE MEDIKAMENTEN-EINNAHME

Führen Sie bis zu 1 Stunde nach Mahlzeiten, Getränke- und/ oder Tabakkonsum bzw. bis zu 20 Minuten nachdem Sie ein Bad genommen haben KEINE Messungen durch. Auch Messungen, wenn Sie gerade starken Harndrang verspüren, frieren oder sehr schwitzen, können die Messwerte verfälschen. Ebenso kann starker Lärm in unmittelbarer Nähe Ihren Blutdruck beeinflussen. Wenn Sie Medikamente nehmen müssen, dokumentieren Sie am besten, ob die Einnahme an diesem Tag bereits erfolgt ist oder nicht.

REGEL 3 - RUHEN SIE SICH VOR JEDER MESSUNG KURZ AUS UND ENTSPANNEN SIE SICH

Achten Sie darauf, vor jeder Messung jeweils 5-10 Minuten zur Ruhe zu kommen und jede Art von physischer oder psychischer Anstrengung zu vermeiden. Nehmen Sie eine entspannte Haltung ein. Lehnen Sie sich zurück, stellen Sie Ihre Füße schulterbreit flach auf den Boden (Beine nicht überkreuzen) und denken Sie an etwas Schönes (auch psychische Erregung kann sich auf den Blutdruck auswirken)..

REGEL 4 - NUTZEN SIE IMMER DEN GLEICHEN ARM FÜR IHRE BLUTDRUCKMESSUNG

Messen Sie stets am gleichen Arm. Eine Faustregel besagt, dass i.d.R. der dem Herzen nähere Arm benutzt werden sollte. Sofern Sie von Ihrem Arzt keine andere Empfehlung haben, nutzen Sie also Ihren linken Arm. Tipp: Um Ihren Messarm sicher bestimmen zu können, lassen Sie durch Ihren Arzt eine Seitenvergleichsmessung durchführen. Es sollte dann der Arm genutzt werden, an dem bei Ihnen die höheren Blutdruckwerte gemessen werden.

REGEL 5 - ACHTEN SIE AUF POSITION UND SITZ DER MANSCHETTE

Bei Oberarm-Blutdruckmessgeräten gilt: Die richtige Größe der Manschette ist entscheidend für eine korrekte Messung. Überprüfen Sie daher vorab, ob Ihre Manschette für Ihren Oberarmumfang geeignet ist. Messen Sie dazu mit einem Maßband an der dicksten Stelle Ihres Oberarms und vergleichen Sie das Ergebnis mit der angegebenen Größe auf der Manschette. Falls der angegebene Armumfang von Ihrem abweicht, tauschen Sie die Manschette gegen eine passende aus. Wir unterstützen Sie gern bei der Auswahl der richtigen Größe.

Achten Sie darauf, die Manschette am nackten Oberarm bzw. nur über dünner Kleidung anzulegen. Dickere Pullover, Jacken etc. sollten Sie vorher ablegen, da diese die Messung negativ beeinflussen oder unmöglich machen können. Vermeiden Sie hingegen das Hochkrempeln der Ärmel, denn dies kann die Arterie abschnüren und ebenfalls die Werte verfälschen.

REGEL 6 - VERMEIDEN SIE WÄHREND DER MESSUNG BEWEGUNG JEGLICHER ART

Während der Messung bitte nicht bewegen oder die Armmuskeln anspannen. Atmen Sie ganz normal und sprechen Sie nicht.

REGEL 7 - VORSICHT BEI ANZEIGE VON HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN

Wenn während der Messung Pulsunregelmäßigkeiten auftreten, wird bei Blutdruckmessgeräten mit Arrhythmie-Erkennung nach der Messung ein entsprechendes Symbol im Display angezeigt. Das Blutdruckergebnis kann in diesem Fall von Ihrem normalen Blutdruck abweichen. Wiederholen Sie die Messung deshalb, bis Sie eine Messung ohne Arrhythmie erhalten. Wenn das Symbol häufiger (z.B. bei täglichen Messungen mehrmals pro Woche) erscheint, empfehlen wir Ihnen zur Sicherheit eine genauere ärztliche Abklärung vornehmen zu lassen. Pulsunregelmäßigkeiten können etwa auf Gefäßveränderungen hinweisen oder andere Ursachen haben, die ärztlich

bewertet werden sollten.

REGEL 8 - BEACHTEN SIE BEI MESSUNGEN BEIM ARZT DEN „WEISSKITTEL-EFFEKT“

Abweichende Heimmesswerte im Vergleich zur Messung in der Arztpraxis sind völlig normal. Durch den „Weißkittel-Effekt“ sind die Werte bei der Arztmessung oftmals höher (Aufregung bzw. Angst treiben den Blutdruck nach oben). Es kommt aber auch vor, dass die Werte in der Arztpraxis niedriger ausfallen, wenn Sie sich dort gut aufgehoben fühlen. Grundsätzlich sind Ihre zuhause gemessenen Werte, und zwar die Durchschnittswerte mehrerer Heimmessungen über mehrere Tage und unter vergleichbaren Bedingungen, aussagekräftiger als Einzelmessungen (daheim oder beim Arzt).

Quelle: aponorm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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