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Sommer, Sonne, Sonnenschein

 

– doch in einigen Fällen ist Vorsicht geboten. Denn neben den positiven Wirkungen der Sonnenstrahlen, wie zum Beispiel auf die Vitamin-D3-Produktion, können die energiereichen Strahlen auch Schaden anrichten.

Dies gilt vor allem bei der Einnahme einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur Fotosensibilisierung der Haut führt. Infolgedessen ist die Haut besonders lichtempfindlich und es kommt vergleichsweise schnell zu einem Hautausschlag.

Nimmt man es genau, unterscheidet man bei lichtempfindlich machenden Arzneimitteln zwei Reaktionen – die fototoxische von der fotoallergischen. Letztere tritt deutlich seltener auf, und im Gegensatz zu fototoxischen Reaktionen liegt fotoallergischen Reaktionen ein immunologisches Geschehen zugrunde.

UV-bedingte Hauterkrankungen durch Medikamente treten bereits bei Sonnendosen auf, die die Patienten normalerweise gut vertragen, also ohne Arzneimitteltherapie. Das klinische Bild, das sie bei den Patienten auslösen, ähnelt dem eines Sonnenbrandes: Brennen, Stechen, eventuell ausgedehnte Blasenbildung und Juckreiz. – unter Umständen einhergehend mit einer überschießenden Pigmentierung (Hyperpigmentierung) – kann aber auch für Monate erhalten bleiben.

Gerade die ersten Frühlingssonnenstrahlen sind meist besonders tückisch – die Haut ist noch im „Winterschlaf“ und wenig an UV-Dosen gewöhnt.

Der hauptsächliche Übeltäter fototoxischer und -allergischer Hautreaktionen unter Arzneimitteltherapie sind UV-A-Strahlen. Diese lassen auch die Haut früher altern, während UV-B-Licht sich normalerweise für Sonnenbrand und Hautkrebs verantwortlich zeichnet. Für den Patienten wichtig zu wissen: UV-A-Licht wird von Fenstern und dünner Kleidung nicht abgehalten. Eine dünne Tunika oder Autoscheiben schützen somit nicht vor lichtbedingten Reaktionen durch Arzneimittel. Das bedeutet: Auch bei längeren Autofahrten benötigen Patienten unter HCT, Doxycyclin oder Ciprofloxacin einen ausreichenden Schutz durch Sonnencreme, spezielle UV-Kleidung oder UV-undurchlässige Folien an den seitlichen Autofenstern. Wer nicht in Spezialkleidung investieren möchte, sollte zumindest auf dicht gewebte und dunkle Stoffe bei der morgendlichen Auswahl vor dem Kleiderschrank achten.

Auf ausreichenden Sonnenschutz achten

So sollte der Patient die intensive Mittagssonne von 11 Uhr bis 15 Uhr meiden und seine Aktivitäten im Freien eher in die Morgen- oder Abendstunden legen.

Zusätzlichen Schutz bieten Sonnenschutzprodukte mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor – mindestens 30.

Der Sonnenschutz sollte darüber hinaus regelmäßig, nach zwei Stunden etwa, erneuert werden, da durch Schwitzen die Effektivität leidet. Welche Körperstellen werden beim  Sonnencremen leicht vergessen? Ohrläppchen, Haaransatz, Nacken und Hals, Fuß- und Handrücken.
Die empfohlenen Sonnenschutzprodukte sollten für eine gute Verträglichkeit frei von Duftstoffen und Emulgatoren sein.

 

Hier nochmal ein Auszug der betroffenen lichtempflindlichkeitserzeugenden Medikamente :

Tabelle: Auswahl an Medikamenten, von denen Berichte über Photosensibilisierung vorliegen; *) Wirkstoffe lösen auch photoallergische Reaktionen aus

Stoffgruppe

Wirkstoffe

Diuretika

Hydrochlorothiazid*, Furosemid, Amilorid, Ethacrinsäure, Triamteren*, Spironolacton, Xipamid*

nicht steroidale Antirheumatika

Naproxen*, Ketoprofen, Piroxicam, Diclofenac, Phenyl­butazon, Mefenaminsäure, Indometacin, Ibuprofen

antimikrobielle Substanzen

Sulfamethoxazol/Trimethoprim*, Sulfasalazin, Ciprofloxacin, Tetracyclin, Doxycyclin, Minocyclin, Isoniazid, Gentamicin, Griseofulvin, Nitrofurantoin

Malariamittel

Chloroquin, Chinin*, Pyrimethamin, Mefloquin,

Antipsychotika

Chlorpromazin*, Thioridazin, Chlorprothixen, Promethazin*, Perazin, Fluphenazin, Promazin, Haloperidol

Antidepressiva

Amitriptylin*, Trimipramin, Nortriptylin, Desipramin, ­Imipramin, Doxepin, Clomipramin*

kardiovaskuläre Substanzen

Amiodaron, Nifedipin, Chinidin*, Captopril*, Enalapril*, Fosinopril, Ramipril, Disopyramid, Hydralazin, Simvastatin

Antiepileptika

Carbamazepin*, Lamotrigin, Phenobarbital, Phenytoin, Topiramat, Valproinsäure

Antihistaminika

Cyproheptadin, Diphenhydramin, Loratadin

zytotoxische Substanzen

5-Fluorouracil, Vinblastin, Dacarbazin*, Procarbacin, Methotrexat, Azathioprin

Hormone

Corticosteroide, Estrogene, Progesterone

systemische Dermatika

Isotretinoin, Methoxalen*, 5-Methoxypsoralen*, 8-Methoxypsoralen

 

 

 

                ( Quelle: Pta heute; DAZ  )

   
   
   

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

 

 

 

 

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